Christine Salzinger
Handarbeits- & Perlenshop
Fasanenstr. 42, 84367 Tann
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Grundanleitung: 3D Stickerei

 

Eine wundervolle und kinderleichte Handarbeit neu entdeckt.

Sie werden sehen, wie einfach das 3D Sticken ist und welche wunderbaren Effekte Sie damit erzielen können. Mit einem Stickbild verwandeln sich einfache Textilien in individuelle und raffinierte Accessoires. Egal, ob es sich nur um einen Topflappen oder um ein Küchentuch handelt. Und auch Kleidungsstücke werden dadurch schnell zu Lieblingsstücken, die besonders von Kindern gerne getragen werden. Damit Sie rasch mit dem 3 D Sticken beginnen können, habe ich Ihnen das Teleshopping leicht gemacht wird.


Ob sie nun auf Kissenhüllen, als Kartenmotiv, auf Topflappen, auf einen Beutel, Deckchen oder Applikation gestickt wird. Diese Technik ist so vielseitig einsetzbar und man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Hier wird wirklich mit der Nadel gemalt.


Die Vorlagen:
Sie werden auf den Stoff spiegelverkehrt übertragen. Das ist besonders wichtig bei Buchstaben und Zahlen.


Die Vorlagen auf den Stoff übertragen:

Die Vorlagen werden mit einem Bügelmusterstift auf ein transparentes Papier  nachgezeichnet und mit Hilfe des Bügeleisens auf den Stoff aufgebügelt.
Oder mit dem Clover Vorzeichenstift direkt auf den Stoff aufgemalt.

Verschiedene Eigenschaften der Zeichen- und Bügelstifte:
Bügelmuster/Trockenstift - wasserlöslich
Bügelmuster/Filzstift - Vorsicht! nicht wasserlöslich
Clover/Vorzeichenstift - wasserlöslich

 
Der Stickrahmen:
Bei der 3D Stickerei ist ein Plastikstickrahmen unbedingt erforderlich. In einen Holzrahmen könnte man den Stoff nicht so fest einspannen und der Stoff würde mit der Zeit beim Stricken nachgeben. Der Stoff muss so so fest eingespannt werden, dass man darauf trommeln kann. Besonders hilfreich ist auch der Unterteller, er verhindert, dass man sich sticht und schon auch die Spitze der Nadel. Dadurch kann sie nicht versehentlich in der Tischplatte enden, was der Nadel nicht gut bekommen würde. Der Unterteller ist auf einer Seite passend für den 12 cm Stickrahmen, dreh man ihn um, passt der 18cm Stickrahmen.
Den Stoff ganz straff in den Stickrahmen einspannen.

Wichtig!
Darauf achten, dass der untere Stickrahmen höher liegt als der äußere sichtbare Rahmen.


 
Die 3D Zierstichnadel:

Es gibt die Ersatznadeln in 4 verschiedenen Stärken 1-2-3-4
und die Halterung.
Bei der Halterung ist ein Einfädler und Nadelstärke 2 im Lieferumfang enthalten. Die anderen Stärken gibts einzeln zum Nachkaufen.

Der Einfädler ist eins der wichtigsten Utensilien. Ohne ihn geht gar nichts.
Das Garn muss durch die Halterung und die Nadel gezogen werden und ohne diesem Einfädler kaum möglich.
Stärke 1 :  Für sehr feines Garn ( z.B. Nähseide, Madeira Cotona,
                     Madeira Polyneon No.40, Madeira Metallic No.40,
                     Valdanigarn Stärke 50 und viele mehr.)
Stärke 2:   Diese Stärke ist bei der Nadelhalterung dabei.
                     Geeignet für feines Garn ( z.B Madeira Cotona, 
                     Madeira Polyneon No.40, Valdani Stärke 35, Valdani Perlgarn,
                     Madeira Metallic No.40,
Stärke 3:   Für mittleres Garn
Stärke 4:   Für feine Wolle
 

Der Stoff:

Der Stoff muss für die dünnen Nadeln ( 8001 & 8002 ) eine sehr dichte Struktur aufweisen. Der herkömmliche Stickstoff mit Leinenbindung ist für diese Nadeln nicht zu gebrauchen. Er würde die Schlingen auf der Vorderseite nicht halten und spätestens nach dem Waschen gäbe es böse Überraschungen.
Für die dickeren Nadeln ( 8003 & 8004 ) kann ein Stoff in Leinenbindung verwendet werden.

Die Nadel einsetzen und einfädeln

Das grüne Teil etwas aufschrauben und die gewünschte Nadelstärke einlegen. Hier wird auch die Nadelhöhe bestimmt. Je weiter die Nadel aus der Halterung ragt, umso länger werden beim Sticken die Schlingen.

Für Anfänger ist eine Nadelhöhe von ca. 1 cm am idealsten. Die Halterung zuschrauben damit die Nadel fest sitzt.
 
Mit den mitgelieferten Einfädler einfädeln. Dabei durch die Spitze der Nadel einfädeln bis der Einfädler hinten herausragt.
Das Garn einlegen und durch den ganzen Schaft der Halterung und der Nadel durchziehen.
Ganz wichtig ist das Einfädeln an der Spitze der Nadel. Nur so klappt es mit der Stickerei. Den Einfädler an der geraden Seite der Spitze einführen,
das Garn einhängen und durchziehen.
Richtig eingefädelt ist, wenn das Garn durch die Nadel kommt, und nach hinten
( gerade Seite der Nadel) rauskommt .

(siehe Bild rechts)

Sind alle Vorbereitungen getroffen kann mit dem Sticken begonnen werden.

 
Die Sticktechnik:
Die Nadel wie einen Bleistift in die Hand nehmen. Das Garn am besten in ein kleines Schüsselchen geben und darauf achten dass es unterm Sticken locker mitlaufen kann. Nur so werden die Schlingen beim Sticken auf der Vorderseite gleich lang.
Sehr wichtig ist dass die Schräge der Nadel nach vorne schaut und das Garn nach hinten weggeht. Das Garn ca. 3 cm lang aus dem Nadelöhr schauen lassen und mit der Nadel bis zum Anschlag ( sehr wichtig ) in den Stoff einstechen, Nadel wieder heraus ziehen,
über den Stoff kratzen lassen und in nadelbreite Abstand wieder einstechen. Dabei sollte die Nadel immer in Berührung mit dem Stoff bleiben.  Nicht zu weit herausziehen, sonst lösen sich die Schlingen  auf der Vorderseite des Stoffes wieder.

Das ist im Grunde genommen die ganze Sticktechnik. Mit der Nadel auf und abstechen und dabei nie die Berührung mit dem Stoff verlieren.

Die wichtigsten Punkte

  • Einstechen bis zum Anschlag

  • Die Nadel nur knapp über den Stoff rausziehen

  • die Schräge der Nadel sieht nach vorne ( beim Sticken also sichtbar )

  • Das Garn geht nach hinten weg

  • Stickrichtung geht immer nach vorne zur Stickerin / zum Sticker

  • Bei Kurven nie die Nadel, sonder die Stickarbeit drehen

  • Das Garn muß ganz locker mitlaufen können

Achtung:
Bei dieser Sticktechnik wird auf der Rückseite gestickt.
Es gibt kein Vernähen, das Garn wird ganz knapp über dem Stoff abgeschnitten.
Dieser Baum wurde in einer Stickhöhe gestickt.


Das Ausbürsten von Madeira Lana Woll-Maschinenstickgarn:

Nach langem Suchen habe ich durch Zufall das Madeira Lana Garn gefunden. Es ist ein Maschinenstickgarn dass sich ausbürsten lässt. Hier ein kleines Übungsstück. Der äußere Rand soll gebürstet werden und der Mittlere Teil in 2 Farben ohne bürsten gearbeitet werden.  Die Motive die gebürstet werden sollen werden immer zuerst gestickt, dann ausgebürstet. Erst dann werden alle restlichen Flächen gestickt, die nicht gebürstet werden.

Den äußeren Rand mit Madeira Lana Garn in Runden aussticken.
Fadenanfang und Fadenende knapp über dem Stoff abschneiden.
Die Stickerei evtl. aus dem Rahmen nehmen und vorsichtig mit der Lana-Bürste auf der Vorderseite ausbürsten.
Für die Partien die nicht gebürstet werden kann man sehr viele Garne verwenden. Wichtig ist dass das Garn locker durch die Nadel geht.
Ideal ist das Madeira Cotona und für besondere Glanzpunkte das Madeira Metallic
No.30-40
Beim Abschneiden das Garn etwas mit dem Finger festhalten, die Nadel wegziehen und knapp über dem Stoff abschneiden.
Hier links die Rückseite
( Arbeitsseite ) und auf dem rechten Bild die Vorderseite.

Verschiedene Stichlängen:

Die Nadel kann stufenlos verstellt werden, durch aufschrauben der Halterung.
Die Nadel in die richtige Länge legen und das grüne Teil der Halterung wieder zuschrauben.

Den grünen Ring habe ich hier in einer etwas höheren Nadelstufe gestickt. Das Mittelteil mit Madeira Metallicgarn in einer kleineren Nadelhöhe. So erreicht man total schöne Effekte.
Für Applikationen das Motiv am Rand mit Clover Textilkleber bestreichen und gut trocknen lassen.
Nach dem Trocknen knapp am Rand entlang ausschneiden und auf ein Dekostück kleben.
Dabei die Stickerei auf der Rückseite mit Textilkleber bestreichen und in der Trockenzeit mit einem schweren Buch oder volle Wasserflasche beschweren.

Hier noch ein paar Beispiele:
Es ist eine Badezimmergarnitur für ein Puppenhaus 1:12
Für solche Arbeiten ist die 3D Stickerei wie geschaffen. Es lassen sich winzige Kissen, Brücken und sonstiges mit dieser tollen Stickerei herstellen.
Orangen Flächen sticken und ausbürsten.
Gelbe Flächen sticken, Am Rand mit Textilkleber bestreichen und nach dem Trocknen
knapp ausschneiden,
Hier die WC-Garnitur

Eine Applikation für eine Kinder-Jeans oder Topflappen oder..????.. fast alles ist möglich.

Mit den Konturen beginnen:
Durch einfaches auf und abstechen der Nadel werden
 auf der Vorderseite Schlingen gebildet.


Arbeitsseite ( Rückseite ) Nahaufnahme der Kontur auf der Vorderseite.

Nach den jeweiligen Abschnitten der Konturen wird das Garn einfach abgeschnitten.
Keine Angst, das geht später nicht auf.
Durch das Sticken verkeilen sich die Schlingen auf der Vorderseite und werden so gesichert.


Konturenfarbe für Baum und Grasboden 

Vorderansicht


Konturenfarbe für Stamm
in dkl.braun

Vorderansicht


Konturenfarbe für Pommel: dkl.braun
Füllfarbe für Pommel: hochrot

Vorderansicht


Schattierung Mütze: mittelblau
Schattierung Mützenrand: hellgrau

Vorderansicht


1.Schattierung Baum: mittelgrün
Kontur Mund: hochrot

Vorderansicht


2.Schattierung Baum: hellgrün

Vorderansicht


Restfüllung Baum: blassgrün

Vorderansicht


Helle Schattierung der Mütze: hellblau

Vorderansicht


Restfüllung Mütze und Rand: weiß

Vorderansicht


Zähne: weiß
Zunge: dkl.rot
Rachen: braunton

Vorderansicht


Schattierung Grasboden: mittelgrün

Vorderansicht


Füllung des Gasbodens: helles grün


Augen:
Die Augen können gestickt,  oder wie bei diesem Model mit Textilkleber eingeklebt werden.


Für Applikationen:

Ist das ganze Motiv fertig ausgestickt wird der Rand mit Textilkleber bestrichen. 
Ca. 1 Std. trocknen lassen. Das Motiv sehr genau ausschneiden...


....mit Textilkleber bestreichen und auf die Hose kleben und trocknen lassen.


Natürlich sind diese Applikationen auch für Kinderjacken, Regenschirme, Kissenhüllen, Turnsäckchen..... zu verwenden. So bekommt man eine persönliche Note auf seine Lieblingskleidung oder Dekostücke.
Viel Spaß bei dieser tollen Stickerei wünscht
Euch Teddy

C 2006 by  Teddy
( Christine Salzinger )

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